Erstmals seit 2007 liegt das "Sparen auf dem Girokonto" wieder auf Platz eins. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zum Sparverhalten der Deutschen. 42 Prozent der 2.000 befragten Deutschen gaben das an. Die meisten anderen Anlageformen haben an Beliebtheit eingebüßt – auch Bausparverträge und Immobilien.

Den Grund für die Beliebtheit des Girokontos sehen die Studienautoren in den Nullzinsen. Die Befragten warteten vor der vielfach beschriebenen leichten Zinswende die weitere Entwicklung erst einmal ab, heißt es. Anders ist der Aufstieg des Girokontos zur beliebtesten Geldanlage nicht zu erklären.

Das Sparbuch als klassischer Spitzenreiter erreichte mit 41 Prozent den zweiten Platz. Platz drei teilen sich jetzt der Bausparvertrag und Renten- und Kapitallebensversicherungen mit je 29 Prozent – im Vorjahr waren es 34 beziehungsweise 32 Prozent.

Auf Platz fünf mit jeweils 23 Prozent kommen kurz­fristige Geldanlagen wie Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Termingelder und Immobilien. Immobilien haben 2017 noch 26 Prozent erreicht. Hier spielen laut Kantar TNS auch die preislichen Übertreibungen in Ballungsräumen eine Rolle.

Zugelegt haben neben dem Girokonto auch Investmentfonds mit 21 Prozent nach 20 Prozent vor einem Jahr. Die Riester-Rente verlor einem Prozentpunkt und kommt jetzt auf 19 Prozent. Den vorletzten Platz belegen Aktien mit 13 statt 15 Prozent. Vermutlich schlägt sich hier auch die DAX-Entwicklung seit Ende Januar 2018 nieder.

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