23.05.2013 | Studentenwohnungen

Studentenwerk fordert mehr Wohnheimplätze

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist kräftig gestiegen, die Zahl der Wohnheimplätze nicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Deutsche Studentenwerk fordert angesichts der zunehmenden Wohnungsnot in Universitätsstädten 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze und warnt vor einem Engpass zum nächsten Wintersemester. Bund und Länder müssten ein gemeinsames Förderprojekt auflegen - in der Größenordnung von 660 Millionen Euro bis 2015.

Es könne nicht sein, dass Bund und Länder gemeinsam die Studienplatzkapazitäten ausbauen, aber nicht die Wohnheimkapazitäten, sagt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. .Insgesamt gebe es rund 230.000 öffentlich geförderte Wohnheimplätze in Deutschland, davon mehr als 180.000 bei den 58 Studentenwerken. Diese Zahlen hätten sich seit den 90er-Jahren nicht wesentlich erhöht. Gleichzeitig sei die Zahl der Studenten von rund 1,7 Millionen (1999) auf 2,5 Millionen in diesem Jahr gestiegen.

Wohnheimmiete im Schnitt bei 214 Euro pro Monat

Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks (DSW) sucht jeder dritte Studienanfänger einen Wohnheimplatz. Die durchschnittliche Warmmiete einschließlich Nebenkosten und Internetanschluss für Wohnheimplätze des DSW liege derzeit bei 214 Euro im Monat, bei Neubauten zwischen 215 und 300 Euro. Die Hälfte der Mieter bei den Studentenwerken müsse mit monatlich 640 Euro auskommen. Damit könnten sie sich ein anderes Quartier nicht leisten, sagte Meyer auf der Heyde. Vorbildlich sei bei diesem Thema der Freistaat Bayern: Dort werde jede Wohnheimplatz mit 26 500 Euro gefördert.

Schlagworte zum Thema:  Student, Studentenwohnheim, Studentenwohnung

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