22.11.2012 | Gebäudesanierung

Steuerbonus soll im Dezember abschließend beschlossen werden

Sanieren oder Warten auf die Sanierungs-Afa?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bundesregierung und Bundesländer wollen bis Dezember eine Lösung im Ringen um den Steuerrabatt für energieeinsparende Gebäudesanierungen finden. Regierungssprecher Steffen Seibert wies einen Bericht zurück, wonach die seit einem Jahr währenden Gespräche gescheitert seien.

Auch aus Baden-Württemberg wurde dies zurückgewiesen. Wegen Differenzen um die Verteilung der Kosten, die durch Steuerausfälle entstehen, soll der Vermittlungsausschuss im Dezember abschließend entscheiden, ob noch eine Einigung möglich ist. Geplant ist bereits, die Steuerausfälle und damit das Förderpaket-Volumen von zunächst geplanten 1,5 Milliarden auf eine Milliarde Euro zu senken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warf der Opposition im Bundestag am Mittwoch vor, keine vernünftigen Angebote für einen Kompromiss unterbreitet zu haben. Die Energiewende sei aber nur zu schaffen, wenn die Energieeffizienz verbessert werde, sagte Merkel. Sie argumentiert, dass Steuerausfälle durch die Mehreinnahmen infolge der Sanierungen, etwa für das Handwerk, aufgefangen würden.

Eine bessere Dämmung, ein Austausch von Heizkesseln oder stärker isolierte Fenster gelten als Schlüssel für eine Senkung des Energieverbrauchs - und damit für eine Reduzierung der stetig wachsenden Nebenkosten. Unabhängig vom Steuerbonus gibt es ein Programm mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, mit dem solche Sanierungen mit zinsgünstigen KfW-Krediten gefördert werden.

BID: "Mit der Sanierungs-AfA die energetische Sanierung unbürokratisch voran bringen"

Die für gestern (Mittwoch) angesetzte Diskussion im Vermittlungsausschuss um die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung war erneut verschoben werden. Bereits seit mehr als einem Jahr wird das Gesetz von den Bundesländern blockiert, da diese finanzielle Belastungen für sich befürchten.

"Die Sanierungs-AfA ist ein wichtiger Baustein, um die energetische Sanierung unbürokratisch voran zu bringen", sagte Walter Rasch, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und Präsident des BFW. Sie wirke wie ein Konjunkturprogramm "für den kleinen Mann", das Arbeitsplätze schafft und Steuereinnahmen generiert.

Schlagworte zum Thema:  Gebäudesanierung, Steuer, Förderung, Energiewende

Aktuell

Meistgelesen