22.08.2012 | Hamburg

SPD gegen Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Im Hamburger Rathaus ist nicht jeder für eine höhere Grunderwerbsteuer
Bild: Lisa Schwarz ⁄

Angesichts der laufenden Haushaltsberatungen in Hamburg schloss der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel eine höhere Grunderwerbsteuer kategorisch aus. Sie sei „Gift für den Wohnungsbau“. Das teilt der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) mit.

Der ZIA begrüßt den spektakulären Richtungswechsel und fordert andere Bundesländer dazu auf, dem Hamburger Beispiel zu folgen. „Endlich bestätigt ein führender Landespolitiker die Position des ZIA und der Branche", sagt ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Eine höhere Grunderwerbsteuer verteuere den Wohnungsbau und treffe vor allem junge Familien, die ein Eigenheim erwerben wollten. Höhere Erwerbsnebenkosten könnten zu einem Nachfrageausfall nach Eigentumswohnungen und Eigenheimen führen und den besonders in Ballungsräumen erforderlichen Wohnungsbau bremsen. Es sei zu hoffen, dass der Wettlauf der Bundesländer um die höchste Grunderwerbsteuer ein Ende finde.

Erst kürzlich hatten die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die Grunderwerbsteuer auf fünf Prozent angehoben. Das Beispiel Hamburg zeige, dass eine Grunderwerbsteuererhöhung nicht automatisch Mehreinnahmen generiere. Die Hansestadt nahm im ersten Halbjahr dieses Jahres weniger Grunderwerbsteuer ein als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Schlagworte zum Thema:  Grunderwerbsteuer, Wohnungsbau

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