| Bauausschuss

Experten fordern Sozialverträglichkeit bei energetischer Gebäudesanierung

Experten: Die Belastungen müssen gerecht verteilt werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Die energetische Gebäudesanierung muss sozialverträglich umgesetzt werden. Das forderten die Sachverständigen beim öffentlichen Expertengespräch des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin.

Grundlage des Hearings war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen "Wohnraum in Deutschland zukunftsfähig machen – Für ein sozial gerechtes und klimafreundliches Mietrecht".

Gesine Kort-Weiher vom Deutschen Städtetag bezeichnete es als ein Hauptanliegen für alle Akteure, die sozialen Belange der betroffenen Mieter trotz der im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung und dem altengerechten Umbau des Wohnungsbestandes erforderlichen erheblichen Investitionen zu wahren. Die Mieten müssten bezahlbar bleiben.

Auch Christian Lieberknecht, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), sprach sich in einer schriftlichen Stellungnahme für eine interessengerechte Verteilung der Lasten zwischen Vermietern und Mieter aus.

Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund betonte, dass die notwendigen Klimaschutzstandards und Konsequenzen aus dem Atomausstieg im Wohnbestand sozialverträglich durchgesetzt werden müssten. Es sei Transparenz für Eigentümer und Mieter zu schaffen.

Für Michael Spielmann von der Deutschen Umwelthilfe ist ein "Sanierungsfahrplan" notwendig, der alle Beteiligten einbeziehe, um die Energie- und Klimaschutzpotenziale heben zu können. Die politischen Rahmenbedingungen müssten sicherstellen, dass die Belastungen ausgewogen und gerecht verteilt werden.

Schlagworte zum Thema:  Sozialverträglichkeit, Gebäudesanierung, Energetische Gebäudesanierung

Aktuell

Meistgelesen