Das Bundesbauministerium fördert von 2017 bis 2020 den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ mit 200 Millionen Euro jährlich. Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks hat jetzt die Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern unterzeichnet. Das Geld für die Quartiersentwicklung soll in den Bau oder die Sanierung von Einrichtungen des sozialen Zusammenhalts und der Integration investiert werden.

Hendricks hatte im Januar eine Verdoppelung der Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau auf zwei Milliarden Euro pro Jahr gefordert.

Aber "wir brauchen nicht nur genügend bezahlbaren Wohnraum", so Hendricks, "wir brauchen auch die Ertüchtigung der sozialen Infrastruktur als Grundlage für den sozialen Zusammenhalt in Städten und Gemeinden.“ "Soziale Integration findet nicht nur im Bereich Arbeit und Bildung statt, sondern besonders in den Wohnquartieren", sagte etwa GdW-Präsident Axel Gedaschko vor einiger Zeit.

Mit den Bundesfinanzhilfen für den „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ unterstützt der Bund Investitionsmaßnahmen der Kommunen. Gefördert werden etwa Sanierungsmaßnahmen für Bildungseinrichtungen wie Schulen, Bibliotheken und Kindergärten oder Quartierstreffs. Auch sogenannte Integrationsmanager können gefördert werden: sie fungieren als "Brückenbauer" zum Quartier und begleiten die Baumaßnahmen.

Der Bund zahlt den Ländern bereits hohe Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau. Die Gelder werden aber nicht immer genutzt.

Der Investitionspakt Soziale Integration im Quartier ist Teil des zusätzlichen Mittelpaketes des Bundes für die soziale Stadtentwicklung von jährlich 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020. Der Bund stockt damit außerdem die Städtebauförderprogramme Soziale Stadt und Stadtumbau auf und startet mit weiteren Bundesressorts fachübergreifende Modellprojekte im Quartier, wie zum Beispiel zur Verbraucherberatung in benachteiligten Stadtteilen.

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