| EU-Energieeffizienzrichtlinie

Sorge vor Zwangssanierungen vom Tisch

Mit der Einigung über die Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union (EU) ist die Sorge vor Zwangssanierungen vom Tisch. Die Verhandlungspartner haben sich darauf verständigt, eine Sanierungsquote verbindlich nur für Regierungsgebäude vorzuschreiben.

Vorgegeben ist eine Sanierungsquote von drei Prozent. „Gerade jetzt, wo die Immobilienwirtschaft immer wieder vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht, hätte eine stärkere Verbindlichkeit der Sanierungsquote jegliches wirtschaftliches Handeln der Wohnungswirtschaft untergraben", kommentierte Axel Gedaschko, Vorsitzender der BSI Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft und Präsident des GdW Bundesverbandes den erzielten Kompromiss.

Unklar bleibt weiter, inwiefern zukünftig für die langfristige Senkung des Energieverbrauchs auch bereits geleistete Investitionen in die Gebäudeenergieeffizienz angerechnet werden. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten Strategien entwickeln, um Investitionen in die Sanierung von öffentlichen und privaten Gewerbe- und Wohngebäuden zu erhöhen. Diese sollen konkrete Maßnahmen beinhalten um umfassende Sanierungen anzuregen, aber auch um kostenoptimale Ansätze für die Gebäudesanierung zu entwickeln. So appelliert die BSI auch an die Bundesregierung: „Wir dürfen uns den Weg nicht versperren, durch kleine Maßnahmen viel erreichen zu können“, so Gedaschko.

Schlagworte zum Thema:  Sanierung, Energieeffizienz

Aktuell

Meistgelesen