Das Urteil der Frankfurter Richter gegen Hauke B. lag nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft Bild: Haufe Online Redaktion

Im Hauptverfahren um die Betrügereien rund um die Immobiliengesellschaft S&K müssen sich sechs Angeklagte verantworten. Jetzt hat das Landgericht Frankfurt das erste Urteil gefällt: Der Wertpapierhändler Hauke B. (50) erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Laut Staatsanwaltschaft ist er für einen einstelligen Millionenbetrag von etwa 240 Millionen Euro Gesamtschaden verantwortlich.

Lange Zeit war der ehemalige Geschäftsführer des Hamburger Fondshauses United Investors, der Anlegergelder in das Schneeballsystem der S&K gelenkt hatte, verhandlungsunfähig, dann wurde sein Verfahren von dem der übrigen fünf Angeklagten abgetrennt. Aus der Untersuchungshaft war aus gesundheitlichen Gründen nach drei Jahren und zehn Monaten Untersuchungshaft entlassen worden. Ob er die Reststrafe verbüßen muss, war zunächst unklar.

Zuvor hatte die Kammer zahlreiche Vorwürfe gegen Hauke B. fallen gelassen, um zu einem schnellen Urteil zu kommen. Die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Die Verteidiger prüfen eigenen Angaben zufolge den Gang in die Revision zum Bundesgerichtshof. Die Firmengründer Stephan S. und Jonas K. sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Gegen die S&K-Firmengründer und weitere Beschuldigte war Anfang 2015 Anklage wegen bandenmäßigen Betrugs erhoben worden.

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