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Berliner Senat will Flüchtlingsunterkünfte auf Tempelhofer Feld errichten

Im Flughafengebäude sind seit Oktober Flüchtlinge einquartiert
Bild: Marc Tollas ⁄

Der Berliner Senat plant Flüchtlingsheime auf dem Tempelhofer Feld. Über den entsprechenden Vorschlag von Senatskanzleichef Björn Böhning (SPD) berichtet die "Berliner Morgenpost". Als Baugelände käme ein Teil auf der Seite des Tempelhofer Damms in Frage. Feste Bauten sind nicht vorgesehen.

Per Volksentscheid haben die Berliner einer Bebauung des Tempelhofer Feldes 2014 eine Absage erteilt. Es gehe um Traglufthallen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Bernhard Schodrowski der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Überlegungen handele es sich um Eckpunkte eines Gesetzesvorhabens zur Vermeidung von Obdachlosigkeit.

Die Zeitung berichtet, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (beide SPD) seien für die Bebauung und der CDU-Landesvorsitzende und Innensenator Frank Henkel habe ebenfalls keine grundsätzlichen Einwände. Im Flughafengebäude sind in zwei ehemaligen Hangars bereits seit Oktober Flüchtlinge einquartiert.

Mit Blick auf die Flüchtlingsunterbringung ist Schodrowski zufolge innerhalb der Verwaltungen auf Senats- und Bezirksebene außerdem eine Verbesserung der behördlichen Abstimmungen geplant. Denkbar sei, dass es bezirksübergreifend Ansprechpartner für Fragen rund um Wohnraum zur Flüchtlingsunterbringung gibt. Dies sei derzeit jedoch noch auf der Beratungsebene und bedeute keine Entmachtung der Bezirke.

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