13.05.2012 | Berliner Bankenaffäre

Senat wandelt BIH in eigenständiges Unternehmen um

Berliner Senat stellt BIH auf eigene Füße
Bild: Berlin Partner/FTB-Werbefotografie

Der Senat hat den Rettungsschirm für die Erblast der Berliner Bankenaffäre zugeklappt: Die Berliner Immobilien Holding (BIH) wird laut Senatsfinanzverwaltung in eine eigenverantwortliche Landesbeteiligung umgewandelt.

Damit werde die Risikoabschirmung des Landeshaushalts in Höhe von mehr als 21 Milliarden Euro beendet, teilte die Berliner Senatsfinanzverwaltung mit. Garantieansprüche aus der Zeit der ehemaligen Berliner Bankgesellschaft soll die BIH künftig eigenständig erfüllen.

"Dafür wird sie vom Land mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet", hieß es. Die Bürgschaft des Landes könne aber auf 3,8 Milliarden Euro gesenkt werden. "Die BIH kann sich jetzt neu aufstellen und zu einem wettbewerbsfähigen Immobilienunternehmen werden", erklärte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos).

Die landeseigene Berliner Immobilien Holding verwaltet 29 Fonds, in denen rund 41.500 Mieteinheiten in ganz Deutschland und auch im Ausland zusammengefasst sind. Das Land Berlin hält inzwischen 93 Prozent der Anteile an diesen Fonds. Laut Finanzverwaltung sollen sie komplett zurückgekauft werden, zu den Kosten lasse sich aber noch nichts sagen.

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