| Gebäuderisse

Schlichtungsordnung soll Häusersanierung in Staufen regeln

Historische Fassaden in Staufen
Bild: CHEck ⁄

Rund fünf Jahre nach den ersten Gebäuderissen im badischen Staufen haben sich Betroffene und die Gemeinde geeinigt. Mit Vertretern der "Interessengemeinschaft der Rissgeschädigten" unterzeichnete Bürgermeister Michael Benitz (parteilos) am Montag eine Schlichtungsordnung.

Sie solle Grundlage für die geplante Sanierung der Häuser sein, sagte Benitz. Juristische Auseinandersetzungen würden dadurch verhindert. Das Geld, das die Hauseigentümer dafür erhalten, kommt von der Gemeinde, dem Land sowie durch Spenden.

Der Boden unter der denkmalgeschützten Altstadt von Staufen ist seit Geothermie-Bohrungen im Jahr 2007 in Bewegung. Knapp 270 Häuser haben Risse. Der Schaden wird auf mehr als 50 Millionen Euro geschätzt. Die Geschwindigkeit der Erdbewegungen hat sich zwar verlangsamt. Entwarnung kann laut Benitz aber noch nicht gegeben werden.

Ähnliche Probleme, allerdings in geringem Ausmaß, gibt es auch in anderen Städten im Land. Die Sanierungsarbeiten in Staufen werden Jahre dauern, sagte der Bürgermeister. Wann sie beginnen, sei noch unklar. Jeder Hauseigentümer könne selbst entscheiden. Über die Schlichtung finanziert werden auch dringende Reparaturen.

Schlagworte zum Thema:  Schlichtung, Sanierung

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