26.11.2015 | Politik

Schäuble will Steueranreize für Wohnungsneubau schaffen

Die Länder müssen mitziehen und von Erhöhungen der Grunderwerbsteier absehen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Finanzminister Wolfgang Schäuble plant Steueranreize zur Förderung von preiswertem Neubau, um die Wohnungsknappheit, die aufgrund des Flüchtlingszustroms verschärft wird, schnell zu beseitigen. Die Sonderabschreibung von bis zu zehn Prozent ist befristet von 2016 bis 2018. Mit den Ländern soll vereinbart werden, dass sie im Zeitraum der Begünstigung von Erhöhungen der Grunderwerbsteuer absehen.

Auch müssten für den Mietwohnungsneubau die nötigen Baugrundstücke bereitstehen, heißt es in einem Schreiben Schäubles an Bauministerin Barbara Hendricks.

Bei einer Sonderabschreibung können Investoren bestimmte Kosten steuerlich absetzen. Dies soll ein Anreiz für Investitionen sein. Die geplanten Maßnahmen sollten möglichst zielgenau sein, wenig Mitnahmeeffekte erzeugen und wenig Verwaltungsaufwand erfordern, heißt es.

Konkret schlägt Schäuble vor, den Bau neuer Gebäude ausschließlich in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten zu fördern und nur dann, wenn sie zum Wohnen genutzt werden. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und im darauffolgenden Kalenderjahr soll die Sonderabschreibung jeweils bis zu zehn Prozent der Kosten betragen. Im dritten Kalenderjahr sollen es bis zu neun Prozent sein.

Der Bund hatte bereits beim Flüchtlingsgipfel mit den Ländern zugesagt, die Mittel für den sozialen Wohnungsbau um 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro jährlich aufzustocken.

Schlagworte zum Thema:  Politik, Wohnungsbau

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