Im Sal. Oppenheim-Prozess müssen sich nun auch ein Immobilienentwickler sowie ein weiterer Beschuldigter vor dem Landgericht Köln verantworten. Der Hauptvorwurf in der Anklage laute Untreue, sagte ein Gerichtssprecher. Ein Termin stehe noch nicht fest.

Im Fall zweier früherer Chefs der Bank sei das Verfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits eingestellt worden, so der Sprecher des Landgerichts.

Die Urteile aus dem ersten Prozess waren erst in diesem Jahr rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf dabei die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Köln von 2015. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Strafen gefordert. Drei Angeklagte waren in dem Prozess zu Freiheitsstrafen auf Bewährung von bis zu zwei Jahren und ein vierter Ex-Manager zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

In dem Fall aus dem Jahr 2008 ging es um Millionenverluste im Zusammenhang mit dem früheren Karstadt-Mutterkonzern Arcandor sowie um ein verlustreiches Immobiliengeschäft. Der Gesamtschaden betrug fast 84 Millionen Euro. Die Verantwortlichen hatten einen ungesicherten Kredit ohne Abstimmung mit den Aufsichtsgremien gewährt und Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Arcandor AG überteuert gekauft.

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