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Rot-Grün will Hausbesitzer zur Dichtheitsprüfung verpflichten

Für einkommensschwache Hausbesitzer soll es eine "Sozialklausel" geben
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In Nordrhein-Westfalen (NRW) sollen Hauseigentümer einem Zeitungsgericht zufolge nun doch grundsätzlich zur regelmäßigen Überprüfung ihrer Abwasserrohre verpflichtet werden. Darauf hätten sich SPD und Grüne verständigt, melden die Zeitungen der "WAZ"-Gruppe (Montagsausgabe).

Bis zum 1.1.2026 müssten dann alle privaten Abwasserkanäle unabhängig vom Alter der Immobilie und vom Wasserverbrauch auf undichte Stellen kontrolliert werden. Die nächste Kanalüberprüfung sei nach 20 Jahren fällig. Für Wasserschutzgebiete solle es kürzere Fristen geben.

Um die Neuregelung der Dichtigkeitsprüfungen hatte es in der vergangenen Legislaturperiode ein heftiges Tauziehen zwischen der rot-grünen Minderheitsregierung und der Opposition gegeben. Eine damals von Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in Aussicht gestellte Ausnahme für Einfamilienhäuser mit einem Wasserverbrauch von weniger als 200 Kubikmeter pro Jahr soll es dem Bericht zufolge nicht geben. Stattdessen wolle Rot-Grün einkommensschwächeren Haubesitzern über eine "Sozialklausel" Zugang zu Förderprogrammen für die mehr als 800 Euro teuren Kontrollen eröffnen.

Schlagworte zum Thema:  Hauseigentümer

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