22.07.2016 | Berlin

Regierung prüft Regeln zum vorzeitigen Ausstieg aus Immobilienkrediten

Immobilienkredite: Verbraucherschützer denken, dass Banken und Bausparkassen von Bauherren beim Ausstieg zu viel kassieren
Bild: Tony Hegewald ⁄

Die Bundesregierung will die Regeln für einen vorzeitigen Ausstieg aus einem Immobilienkredit prüfen lassen. Eine Arbeitsgruppe werde sich mit der Praxis der Vorfälligkeitsentschädigung, den Berechnungsmethoden und deren Transparenz befassen, teilten das Justiz- und das Finanzministerium in Berlin mit.

Hintergrund ist die Kritik von Verbraucherschützern, dass Banken und Bausparkassen von Bauherren bei einem frühzeitigen Ausstieg häufig zu viel kassierten.

Wird ein Darlehen vorzeitig gekündigt und zurückgezahlt, verlangen Banken eine Entschädigung. Diese ist ein Ersatz für die Zinsen, die bis zum geplanten Vertragsende eigentlich angefallen wären. Damit wird nach Darstellung der Bundesregierung die auch für Verbraucher vorteilhafte Festzinskultur in Deutschland gestützt und eine im Vergleich zu anderen europäischen Staaten günstige Finanzierung ermöglicht.

Andererseits seien Verbraucher durch Vorfälligkeitsentschädigungen finanziell oft stark belastet, heißt es in der Mitteilung.

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