18.04.2013 | Bericht

Ramsauer will Probleme bei Großprojekten effektiver abwenden

Pannen wie beim Großprojekt "Stuttgart 21" will Ramsauer künftig lieber vermeiden
Bild: Deutsche Bahn AG

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte gegenüber dem "Handelsblatt" man habe weltweit einen Ruf zu verlieren, wenn man Probleme bei großen öffentlichen Bauprojekten künftig nicht zuverlässiger abwende. Am Mittwoch kam deshalb erstmals eine Expertenkommission zusammen.

Diese soll in ein bis zwei Jahren Empfehlungen zum Beispiel für eine bessere Projektsteuerung und Planung erarbeiten. Dem Kreis gehören unter anderem Bahnchef Rüdiger Grube und Spitzenvertreter der deutschen Bauwirtschaft an. Die Sorgen sind mit Blick auf massive Termin- und Kostenüberschreitungen wie beim Bahnprojekt Stuttgart 21 oder beim Berliner Hauptstadtflughafen berechtigt.

GdW setzt sich bei Großprojekte-Kommission für bessere Planungsverfahren ein

So sei etwa eine Bürgerbeteiligung bei Großprojekten ein wichtiger Baustein im Bauplanungsverfahren, "um die Bevölkerung zu sensibilisieren und spätere Mehrkosten durch Planungsänderungen zu vermeiden", so Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, anlässlich ihrer Teilnahme an der ersten Sitzung der "Reformkommission Bau von Großprojekten" im Bundesbauministerium.

Politik und Immobilienbranche müssen sich angesichts der zunehmenden, außerordentlich kontroversen Diskussionen zu bestimmten Bauvorhaben auf neue Anforderungen einstellen. "Wir müssen vermeiden, dass Neubaupläne in den Großstädten auf den Widerstand der Nachbarn stoßen", so Esser. Oft überfordere auch die Dauer der Verfahren die Aufmerksamkeit der Bürger. "Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen daher dringend beschleunigt werden", forderte Esser. "Es muss ein Kernanliegen sein, Investitionssicherheit basierend auf gesellschaftlicher Akzeptanz zu schaffen."

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Großprojekt

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