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Steueranreize zur Gebäudesanierung vielleicht schon ab Januar

Steuervergünstigungen gibt es unter anderem für die Dämmung von Wänden
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bund und Länder haben sich auf die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung geeinigt. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Immobilienbesitzer können rückwirkend ab Januar zusätzlich zu KfW-Förderungen zehn bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerschuld abziehen. Detailverhandlungen werden noch geführt.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach von einem Durchbruch.

Die steuerlichen Vergünstigungen gilt, wenn Wände gedämmt und neue Heizkessel oder Fenster eingebaut werden. Der Steuerbonus kann nicht auf einmal eingelöst, sondern nur über zehn Jahre beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Das auf fünf Jahre angelegte Gebäudesanierungsprogramm soll Bund und Länder aufwachsend etwa eine Milliarde Euro pro Jahr kosten.

Um die Steuerausfälle zu verringern, hat der Bund den Ländern vorgeschlagen, im Gegenzug die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerker-Leistungen zu kürzen. Anrechenbar beim Fiskus sollen von den Arbeitskosten bis 6.000 Euro dann nur noch Beträge oberhalb von 300 Euro sein. Das würde auch Millionen Mieter und ihre Nebenkostenabrechnungen betreffen.

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