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RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain wird nicht bebaut

Im Berliner Senat waren drei Fraktionen gegen eine Bebauung
Bild: Helga Ewert ⁄

Das Kultur- und Freizeitdomizil auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain wird nicht mit Wohnungen bebaut. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am Mittwoch mit den Stimmen von Grünen, Linker und Piratenpartei gegen die Bebauung gestimmt. Das teilt die Sprecherin der Grünen-Fraktion, Paula Riester, mit.

Der Wohnungsbau "würde bestehende Konflikte verschärfen", so Riester. Im Übrigen entstehe in der Umgebung neuer Wohnraum, so dass das Areal des früheren Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) mit seinem Freizeitangebot gebraucht werde.

Für dieses Konzept hatten sich die Initiative Kulturensemble RAW und die Grünen eingesetzt. Das Reichsbahnausbesserungswerk hatte 1989 den Betrieb eingestellt. Auf dem Gelände nahe dem S-Bahnhof Warschauer Straße sind viele Clubs, Kneipen und Ateliers von Künstlern, aber auch eine Kletterhalle, eine Skatehalle und ein Zirkus.

Das Gebäude ist seit 18 Monaten von Flüchtlingen besetzt. Mehr als 200 Menschen leben dort unter katastrophalen sanitären Bedingungen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Politik, Wohnungspolitik

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