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Mieterbund fordert neue 250.000 Sozialwohnungen

Hendricks machte auch die Baukostensenkung zum Thema
Bild: Barbara Hendricks

In Berlin hat das Auftaktgespräch der immobilienwirtschaftlichen Verbände „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks stattgefunden. Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips forderte, dass noch in dieser Legislaturperiode eine Million neue Wohnungen, davon 250.000 Sozialwohnungen, gebaut werden.

Die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland unterstrich die hohe Priorität, die das Thema Baukostensenkung im Bündnis einnehmen wird: „Die Baukosten stellen einen entscheidenden Faktor für die Verteuerung von Wohnraum dar", sagte der BID-Vorsitzende und Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jens-Ulrich Kießling. Die großen bau- und wohnungspolitischen Herausforderungen könnten nur bewältigt werden, wenn man sich gemeinsam auf Lösungen verständige.

Hendricks: "Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum"

Bundesministerin Hendricks betonte: „Wir brauchen mehr Neubau, eine starke soziale Wohnraumförderung und eine bessere Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte bei den Wohnkosten".

Fünf wesentliche Handlungsfelder werden im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen bearbeitet: Dazu gehören der Neubau von Wohnungen sowie die Belebung des sozialen Wohnungsbaus, aber auch die Frage bezahlbarer Mieten und die soziale Sicherung des Wohnens. Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudebestand ist ebenso ein Thema wie auch die demografische Entwicklung und das Wohnen im Alter. Nicht zuletzt soll es um nachhaltiges und kostenbewusstes Planen und Bauen gehen.

ZIA: Beteiligung weiterer Ministerien von zentraler Bedeutung

"Der Auftakt ist geglückt, jetzt geht die Arbeit erst richtig los", sagte zum Auftakt des "Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen" Rolf Buch, Präsidiumsmitglied des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) und Vorsitzender der Plattform Wohnen.

Man müsse sich nun auf konkrete Maßnahmen einigen. Zentral sei auch die Beteiligung weiterer Ministerien. Bezahlbares Wohnen und Bauen könne nur seriös verhandelt werden, wenn etwa das Finanzministerium von Anfang an eingebunden sei und über Anreize mit entscheide.

Auch dürfe zum Beispiel die EnEV mit Blick auf weitere Kostensteigerungen nicht verschärft werden. Kommunen müssten mehr und günstigeres Bauland ausweisen und auch die Investoren nicht mit Nebenaufgaben wie der Beteiligung an Baukosten für Kitas belasten.

ZDB fordert Erhöhung der AfA im Wohnungsneubau

Um mehr privates Kapital für Immobilieninvestitionen besonders im Mietwohnungsbau zu mobilisieren, fordert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), die Erhöhung der AfA im Wohnungsneubau von zwei auf vier Prozent sowie die Einführung einer steuerlichen Förderung von Investitionen in die energetische Gebäudesanierung, da sich steuerliche Anreize auch in der Vergangenheit als hoch wirksam erwiesen haben.

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