Das Bündnis für bezahlbares Wohnen ist reaktiviert: Die Zusammenarbeit am runden Tisch kann weitergehen. Bild: PHOTOMORPHIC PTE. LTD.

Im November 2016 hatten die immobilienwirtschaftlichen Verbände ihr Mitwirken im Bündnis für bezahlbares Wohnen auf Eis gelegt. Jetzt teilt das Bauministerium mit, dass es weitergeht. "Es ist eine gute Nachricht, dass alle Bündnispartner wieder an Bord sind", sagte Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks in Berlin. Die Behörde und die Verbände hätten sich auf Maßnahmen geeinigt, die den Klimaschutz "bezahlbar" machten.

Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen hatten seit 2014 bis vor fünf Monaten alle am Wohnungsbau Beteiligten zusammengearbeitet. Dann machte die Immobilienbranche ihrem Ärger über die Politik Luft: Der Klimaschutzplan 2050, wie von der Bundesregierung beschlossen, enthalte eine zusätzliche Mehrbelastung für den Gebäudesektor, so Vertreter der großen Verbände. Das Bündnis war vorerst geplatzt.

Bündnis auf neue Arbeitsgrundlage gestellt

"Bezahlbares Wohnen und Bauen ist ein zentraler Faktor für den sozialen Frieden und einen attraktiven Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte nach der Einigung am Mittwoch in Berlin Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), in der die Verbände BFW, GdW, ZIA, DDIV, IVD und vdp zusammengeschlossen sind.

Man habe nun das Bündnis auf eine neue Arbeitsgrundlage gestellt und den Weg für eine langfristige gemeinsame Zusammenarbeit abgesteckt, so Ibel.

Finanzierungs- und Fördermodelle entwickelt

Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft würden nun innovative, wirtschaftliche Ansätze für eine technologieoffene Minderung von Treibhausgasen entwickelt. Dabei sei festgelegt worden, dass eine sozialverträgliche Klimaschutzpolitik unter anderem steuerliche Anreize notwendig mache. Förderinstrumente würden nun geprüft und alternative Finanzierungs- und Fördermodelle entwickelt.

Ibel: "Darüber hinaus werden wir gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte auf den Weg bringen."

"Uns ist es wichtig, dass die Politik auch die Bedürfnisse der Eigentümer und Bewohner der Gebäude im Blick behält", ergänzte Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland.

Haus & Grund strebe eine langfristige Partnerschaft mit der Bundesregierung an, um Klimaschutz und bezahlbares Wohnen und Bauen sinnvoll miteinander zu verbinden. "Daher freuen wir uns, dass Haus & Grund und die übrigen immobilienwirtschaftlichen Verbände gemeinsam mit dem BMUB in den kommenden Monaten Maßnahmen erarbeiten werden, die beiden Zielen – Klimaschutz und bezahlbarem Wohnen – gerecht werden", so Warnecke.

 

 

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