Patrizia hat 2017 die eigenen Erwartungen übertroffen und will 2018 weiter wachsen Bild: Patrizia Immobilien AG

Der Wohnungskonzern Patrizia hat das verwaltete Immobilienvermögen 2017 durch die Übernahmen von Rockspring, Triuva und Patrizia Multi Managers im vierten Quartal pro-forma auf rund 39 Milliarden Euro gesteigert und die Marktpräsenz in Europa deutlich erhöht. Aufgrund dieser Akquisitionen erwarten die Augsburger für 2018 ein operatives Ergebnis zwischen 85 und 100 Millionen Euro, was einem Zuwachs von bis zu 22 Prozent entspräche.

Die Patrizia Immobilien AG hat im Geschäftsjahr 2017 die Ergebnisprognose nach eigenen Angaben übertroffen. Das operative Ergebnisses stieg um 14 Prozent auf 82 Millionen Euro im Vergleich zum bereinigten Vorjahresergebnis (72 Millionen Euro). Grund seien Einnahmen aus leistungsabhängigen und stabilen Asset-Management-Gebühren durch das Wachstum der diversifizierten paneuropäischen Plattform.

Das verwaltete Immobilienvermögen (inklusive Patrizia Multi Managers, vormals Sparinvest Property Investors) stieg bereits bis Jahresende 2017 um 18 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Der Anstieg entspricht einem Wachstum von 3,3 Milliarden Euro innerhalb der Berichtsperiode, wovon ein Wachstum von 2,2 Milliarden Euro organisch erzielt wurde. Das Transaktionsvolumen stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf sechs Milliarden Euro.

Patrizia plant Ausbau des paneuropäischen Angebots und stellt Dividende in Aussicht

Das paneuropäische Angebot an global ausgerichtete Investoren will Patrizia weiter ausbauen, wie Vorstandschef Wolfgang Egger in Aussicht stellt.

2017 sammelte Patrizia insgesamt 2,2 Milliarden Euro Eigenkapital von institutionellen und privaten Investoren ein, dabei hielten sich Investoren aus Deutschland und dem Ausland die Waage. Europaweit wurden Immobilien im Volumen von 3,5 Milliarden Euro gekauft (2016: 3,2 Milliarden Euro). Im selben Zeitraum stiegen die Verkäufe um 32 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro an (2016: 1,9 Milliarden Euro). Schlüsselmärkte waren unter anderem Deutschland, Großbritannien, Irland, Nordics und die Niederlande.

Aufgrund der positiven Ergebnisse 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat erstmals seit 2007 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 Euro pro Aktie vor. Diese Dividendenhöhe entspricht laut Patrizia einer Ausschüttungsquote von 42 Prozent, wobei die Aktionäre der Gesellschaft die Wahl zwischen einer Bar- oder entsprechenden Aktiendividende haben.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Wohnungsunternehmen, Bilanz

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