New Yorker Co-Living-Anbieter will Konzept nach Berlin bringen

Das New Yorker Startup Roam mietet großzügige Immobilien in hippen Städten und bietet an, was sogenannte Digitalnomaden suchen: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach, überall auf der Welt, Hauptsache die Internetverbindung steht. Miami, San Francisco, Tokyo, London, Bali und bald auch Berlin.

Interessant ist hier die Kombination aus Co-Living und Co-Working und die Möglichkeit für Immobilieneigentümer, Mietobjekte anzubieten.

Ob es ein "Hipster-Trend" ist oder zur profitablen Assetklasse für Investoren und Immobilieneigentümer wird, muss sich noch zeigen. Die Räume für Co-Living und Co-Working werden zumeist angemietet, auch Roam handhabt das so. Das Startup wurde im Jahr 2015 vom Österreicher Bruno Haid gegründet, das Headquarter ist in New York.

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach: Das braucht Platz

Wer in eine der Roam-Communities zieht, zahlt 500 bis 1.200 US-Dollar pro Woche. Dafür bekommt er ein möbliertes Zimmer mit Bad, Queen- oder King-Size-Bett, wöchentlichem Putzdienst und natürlich High-Speed-Internet. Als Serviceleistung kann hinzugebucht werden, was auch ein Hotel bietet, Bettwäsche und Handtücher inbegriffen.

Wer Kontakt sucht in den großzügigen, zumeist hippen Immobilien, kann fündig werden: vom Austausch bei der Arbeit bis hin zu gemeinsamen Freizeitveranstaltungen. Jede Location hat ein Co-Working Space, das rund um die Uhr geöffnet ist, eine Gemeinschaftsküche und einen Waschraum, alles inklusive, auch die Betriebskosten. Die Mindestmietdauer liegt bei einer Woche.

Repräsentative (City-)Immobilien gesucht 

Das Unternehmen will expandieren, in Europa am liebsten in Berlin, London, Paris, Barcelona, Rom und Lissabon. Das Konzept von Roam ist auf repräsentative, großzügig angelegte Immobilien ausgelegt. Das Unternehmen legt Wert darauf, dass die Häuser typisch sind für die Stadt, in der das Flatrate-Wohnen angeboten wird. 

Auch die Umgebung sollte großzügig sein: Arbeitsplätze, Raum zum Rückzug und Entspannen, Plätze für Begegnung, alles das sollte vorhanden sein. Dazu kommt eine nicht-konventionelle (Innen-)Ausstattung, denn Roam pflegt sein Image als Luxusanbieter für Digital Natives und ihre Bedürfnisse. Dazu kommt der Wunsch nach großen Küchen und Platz im Gebäude für 20 bis 50 Zimmer. 

Roam-Immobilie in San Francisco
Roam in San Francisco: Idealerweise hat eine Immobilie Platz für 20 bis 50 Zimmer plus Gemeinschaftsräume und Platz für Begegnung

Berlin zieht Digital Natives an

Anbieter für reine Co-Living-Spaces sind in Berlin schon seit einiger Zeit vertreten. Die Medici Living Group zum Beispiel hat seit Februar 2017 eine groß angelegte Wohngemeinschaft in einem Neubau in Berlin-Moabit im Programm, inklusive smarter Technologie wie über Smartphone steuerbare Heizungen. Das Gebäude in Modulbauweise wurde mit Mitteln der Investoren Klar und Engelmann finanziert.

Investor Ralph Winter, Eigentümer der W5 Group und Gründer von Corestate Capital, beteiligte sich im Oktober 2018 an der Co-Living Company Quarters. Das PropTech wurde im Jahr 2012 gegründet und gehört zu Medici Living.

Auch Co-Working boomt in Berlin. Deutschlandweit gibt es die meisten flexiblen Workspaces in der Hauptstadt.


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