29.08.2013 | Verbände

Neues Bündnis fordert Energieausweis-Reform

Bündnis: Energieausweis entspricht nicht den Anforderungen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein neues Bündnis von Verbänden setzt sich für eine Reform des Energieausweises für Gebäude ein. Der Ausweis in seiner jetzigen Form biete keine verlässlichen Ergebnisse, wie Michael Herma, Sprecher des Bündnisses Energieausweis, am Donnerstag in Berlin sagte.

Gefordert wird eine klare farbliche Staffelung nach Effizienzklassen wie bei Elektrogeräten, um sofort einen Überblick zum energetischen Zustand des Gebäudes zu haben.

So könnten Mieter besser als bisher abschätzen, mit welchen Heizkosten wirklich zu rechnen ist. Eigentümer wiederum würden die Energiesparpotenziale des Gebäudes durch Modernisierungen aufgezeigt. An dem Bündnis beteiligen sich der Naturschutzbund, der Mieterbund und die Energieeffizienzbranche. Da 40 Prozent der Energie in Gebäuden verbraucht wird, ist das Einsparpotenzial hier hoch.

Drei Viertel der Gebäude in Deutschland seien vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet worden, betont das Bündnis. Seit 2008 sind Gebäudepässe bei allen Wohngebäuden Pflicht, um Käufern und Mietern vor dem Erwerb oder der Anmietung von Wohnungen und Häusern Anhaltspunkte zum Energie-Zustand des Gebäudes zu liefern.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft, Energieausweis

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