| Neuer Höchststand

45 Quadratmeter Wohnfläche für jeden

Frauen haben wegen der Kinder deutlich weniger Wohnraum als gleichaltrige Männer.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Menschen in Deutschland haben im Durchschnitt immer mehr Platz zum Wohnen. Jeder Einwohner lebt im Schnitt auf 45 Quadratmetern, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mitteilte.

Vor 15 Jahren waren es noch 39 Quadratmeter. Grund sei die starke Zunahme von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, außerdem wachse der Anspruch an die Wohnungsgröße. Der Wohnraum sei über die Generationen und Geschlechter unterschiedlich verteilt, ermittelten die Forscher anhand des neuen Mikrozensus. Minderjährige lebten im Schnitt auf weniger als 30 Quadratmetern, Menschen im Rentenalter dagegen auf 55 Quadratmetern. Frauen zwischen 27 und 37 Jahren haben deutlich weniger Wohnfläche zur Verfügung als gleichaltrige Männer, weil sich bei ihnen nach der Geburt eines oder mehrerer Kinder die Wohnfläche pro Kopf verkleinert. "Die steigende Lebenserwartung und die verbesserte gesundheitliche Verfassung tragen dazu bei, dass Senioren immer länger in der Wohnung bleiben, in der einst die ganze Familie gelebt hat", sagte Christian Fiedler vom BiB.

Schlagworte zum Thema:  Wohnfläche, Haushalt

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