Neue "Initiative Digitaler Türzugang" gegründet

Der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen und die Immobiliendienstleister Kiwi, Schindler Deutschland, Gegenbauer, Greenberg Traurig, Prüm, Garant, Immobilien Service Deutschland, Abus und Hager Group haben die "Initiative Digitaler Türzugang" (IDiT) gegründet. In einem Konzeptpapier sind unter anderem die Einsatzmöglichkeiten der Technik aufgeführt, aber auch einheitliche rechtliche Standards festgehalten.

Die Initiative will über digitale Türzugangssysteme aufklären, Geschäftsmodelle aus wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Sicht untersuchen und sich für einheitliche technische und rechtliche Standards für digitale Türzugangssysteme einsetzen.

Potenzial und Hürden des digitalen Zutritts

Die Gründungsunternehmen sehen im digitalen Zutritt großes Potenzial. Dem flächendeckenden Einsatz stehen jedoch Hemmnisse entgegen, für die die Unternehmen gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen.

"Türzugang spielt bei sehr vielen Kernprozessen der Wohnungswirtschaft eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Steuerung von Handwerksdienstleistungen oder Mieterwechseln." Holger Rentel, Director der Deutsche Wohnen SE

Entsprechend wichtig sei es, dass zwischen verschiedenen Systemen offene und sichere Schnittstellen für reibungslos funktionierende Prozesse bestehen.

Digitaler Zugang zieht neue Geschäftsfelder nach sich

Digitaler Zugang als Plattform sei deutlich mehr, als nur eine Zutrittsberechtigung für eine einzelne Tür zu vergeben, meint Dr. Christoph Enaux, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Greenberg Traurig.

"Im Ökosystem des Türzugangs entsteht eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten, die auch zahlreiche neue rechtliche Fragen aufwerfen." Dr. Christoph Enaux, Rechtsanwalt und Partner bei Greenberg Traurig

Über die IDiT sollen diese Fragen frühzeitig erkannt und gelöst werden.

Mehr Information durch IDiT

Für Kiwi Geschäftsführer Karsten Nölling ist auch der Informationsaspekt ein wesentlicher Beweggrund, die Initiative ins Leben zu rufen, zu der noch weitere Partner hinzukommen sollen.

Vielfach bestehe Unwissen und Unsicherheit über die Anwendungsmöglichkeiten und damit verbundenen Chancen, aber auch Grenzen und Risiken beim digitalen Türzugang. Hier soll die Initiative mit Akteuren aus Wohnungswirtschaft, etablierten Immobiliendienstleistern und PropTechs gemeinsam die wesentlichen Fragen stellen und beantworten.

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