10.06.2013 | Gesetzgebung

Nachtspeicherheizungen bleiben erlaubt

Heizen mit Strom bleibt erlaubt
Bild: Haufe Online Redaktion

Nachtspeicheröfen dürfen auch in Gebäuden mit mehr als 5 Wohnungen über das Jahr 2020 hinaus in Betrieb bleiben. Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat zugestimmt, das mit der EnEV 2009 eingeführte Verbot wieder zu kippen.

Der Bundesrat hat am 7.6.2013 dem „Vierten Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes“ zugestimmt. Dieses setzt zum einen die Neufassung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamteffizienz von Gebäuden in deutsches Recht um und schafft die Ermächtigungsgrundlage für die Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). In der novellierten EnEV sollen die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von neuen Gebäuden angehoben werden, während die Vorgaben für Bestandsbauten nicht verschärft werden sollen.

Zum anderen wird mit dem Gesetz das schrittweise Verbot von Nachtspeicheröfen, das mit der EnEV 2009 eingeführt worden war, wieder abgeschafft. § 10a EnEV 2009 sah vor, dass in Wohngebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten vor 1990 eingebaute Nachtspeicheröfen bis Ende 2019 außer Betrieb genommen werden müssen; ab 1990 gebaute Öfen sollten maximal 30 Jahre laufen dürfen. Diese Vorschrift wird ersatzlos gestrichen, sodass Nachtspeicherheizungen über die genannten Zeiträume hinaus in Betrieb bleiben dürfen.

Die Neuregelung muss nun noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden und tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Schlagworte zum Thema:  EnEG, Energieeinsparverordnung

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