| Mipim

Bundesverband für Studentisches Wohnen gegründet

Markt für Studentisches Wohnen: Transaktionsvolumen privater Investoren 2015 verdoppelt
Bild: Haufe Online Redaktion

Bauträger, Projektentwickler, Asset und Property Manager haben gemeinsam den Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW) gegründet. Er wurde im Rahmen der Mipim in Cannes vorgestellt. Vorstandsvorsitzender ist Rainer Nonnengässer (Geschäftsführer der MPC Micro Living Development GmbH), stellvertretender Vorsitzender Felix Bauer, CEO & CSO der Deutsche Real Estate Funds Advisor (DREF).

Der BfSW versteht sich als Interessensverband einer neu entstehenden Branche. Vertreten werden Unternehmen, deren Tätigkeit in direktem oder indirektem Bezug zu Investitionen und Management im noch jungen Wachstumsmarkt für Klein- und Mikrowohnraum steht. Eine Kernforderung des Bundesverbands ist die Anerkennung des Studentischen Wohnens als eigenständiges Immobiliensegment.

Derzeit stellen vor allem die variierenden Bauordnungen in den 16 deutschen Bundesländern die Mitglieder vor bürokratische Hürden. Diese bremsen dem BfSW zufolge dringend benötigte Neubauten mit bezahlbarem studentischen Wohnraum aus: So schrieben etwa die Bauvorgaben für Micro-Living-Projekte in Berlin oder Hamburg gar keine Stellplätze vor, in Dortmund dagegen einen pro Wohneinheit, auch wenn das gar nicht benötigt werde. Die Konsequenzen sind Mehrkosten durch Planungs- und Bauaufwand.

Wohnsituation der Studierenden

Die Gesamtzahl öffentlich geförderter Wohnheimplätze, inklusive der Wohnheimplätze in Planung oder im Aufbau, liegt laut BfSW derzeit bei etwa 250.000. Mit aktuell 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland reiche dieses Angebot nicht aus. Brennpunkte der Wohnraumverknappung sind insbesondere beliebte Großstädte wie München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt, aber auch renommierte Hochschulorte wie Heidelberg, Münster, Bonn oder Darmstadt.

Das fehlende Angebot an Wohnheimplätzen sowie Klein- und Mikrowohnraum insgesamt führe unter anderem zu einer Fehlbelegung von bis zu 270.000 größeren Wohnungen durch Wohngemeinschaften, in denen laut Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks rund 800.000 Studierende leben. Die für wohnungssuchende Familien schwierige Marktsituation werde dadurch zusätzlich belastet.

Transaktionsvolumen privater Investoren nimmt deutlich zu

Das Transaktionsvolumen privater Investoren im Jahr 2015 auf dem Markt für Studentisches Wohnen hat sich auf 525 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Investitionen steigen, bewegen sich im internationalen Vergleich aber immer noch auf einem geringen Niveau.

Projektentwickler und Bauträger wie auch Verwalter im Marktsegment Studentisches Wohnen setzen dabei auf Neubauten und Umwidmung bestehender Flächen in Wohnraum.

Lesen Sie auch:

Studentenimmobilien: Aussichtsreiches Investment oder Strohfeuer?

Studie: "Schwarmverhalten" sorgt für Wohnungsknappheit in den Städten

Schlagworte zum Thema:  Studentenwohnung

Aktuell

Meistgelesen