12.09.2014 | Politik

Mehr Mittel für Wohngeld im Haushalt 2015

Hendricks nannte damit erstmals konkrete Zahlen zur Wohngelderhöhung
Bild: Barbara Hendricks

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat angekündigt, das Wohngeld im Haushalt 2015 von 500 auf 630 Millionen Euro aufstocken zu wollen. Mit rund 2,47 Milliarden Euro machten die geplanten Ausgaben für Wohnungswesen, Städtebau und Hochbau- und Fördermaßnahmen rund 63 Prozent des Etats von insgesamt rund 3,9 Milliarden Euro aus.

Durch diese und andere Maßnahmen sollen Härten durch steigende Mieten in Ballungsgebieten abgefedert werden. Auch eine Heizkostenpauschale solle wieder eingeführt werden, so Hendricks.

Im Bereich Umwelt und Klima sieht Hendricks ein bis Ende 2015 geplantes Weltklimaabkommen als ein Hauptziel. Deutschland könne zeigen, "dass aktiver Klimaschutz keine Einschränkung des Wachstums und der Lebensqualität bedeutet". Allerdings droht Deutschland sein Ziel von 40 Prozent weniger Emissionen bis 2020 klar zu verfehlen.

Heidrun Bluhm von der Linken warf Hendricks viele Worte und wenige Taten vor. Beim Thema Wohnungsknappheit werde die Chance vertan, den Bestand von rund 42.000 Wohnungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dafür zu nutzen, sozialverträgliche und klimafreundliche Wohnquartiere zu schaffen. Stattdessen stehe für den Bund der Profit im Vordergrund, und zu Höchstpreisen verkaufte Immobilien würden in Luxuswohnungen umgewandelt. Bluhm pochte auf ein Moratorium für Bima-Wohnungsverkäufe.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohngeld

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