Die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern will einen Teil seiner Grundstücke mit Wohnungen verkaufen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken im Schweriner Landtag hervor. Wie viele wann verkauft werden sollen und um welche Immobilien es sich handelt, wurde nicht geklärt. 221 Wohneinheiten befinden sich aktuell in landeseigenen Immobilien. In den vergangenen zehn Jahren hat das Land neun Wohnblöcke mit 171 Wohnungen veräußert.

Alleine auf der Insel Riems bei Greifswald verfügt Mecklenburg-Vorpommern über 56 Wohnungen, wie aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht. In einem landeseigenen Wohnblock in der Bürgermeister-Haupt-Straße in Wismar sind demnach 24 Wohnungen im Landeseigentum, in der Mühlentwiete in der Innenstadt von Schwerin sogar 97 Wohnungen. Zwei weitere Appartements befinden sich in der Schweriner Schlossgartenallee in einem Nebengebäude der Villa, in der die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes, Invest in MV, ihre Unterkunft hat.

Die Linken kritisieren in der Kleinen Anfrage das gängige Verkaufsverfahren und fordern bei künftigen Verkäufen Sicherheiten für die Mieter auszuhandeln. "Derjenige Käufer muss den Zuschlag erhalten, dem soziale Belange und der Mieterschutz wichtig sind", sagte Fraktionschefin Simone Oldenburg. Das rentiere sich langfristig mehr als eine einmalige höher ausfallende Einnahme.

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