Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern will spätestens zum 1.1.2020 die Grunderwerbsteuer von aktuell fünf auf dann sechs Prozent anheben. Das teilten die Regierungsfraktionen SPD und CDU mit. Im Gegenzug sollen die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden.

Die Straßenausbaubeiträge in Mecklenburg-Vorpommern sind umstritten. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer soll pro Jahr etwa 30 Millionen Euro zusätzlich bringen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger. So sollen unter anderem die Kosten für den Straßenausbau aufgefangen werden.

Das Geld sollen die Kommunen bekommen. Anlass für die jetzt angekündigte Änderung war eine Volksinitiative der Freien Wähler. Sie hatten mehr als 40.000 Unterschriften gesammelt.

"Das wird eine schwierige Übergangsphase", sagte Kreistagspräsident Thomas Diener (CDU) dem Nordkurier. Positiv sieht er, dass "die Ungerechtigkeiten der bisherigen Regelung und damit die Diskussionen vor Ort bald vom Tisch sind", der Nachteil sei, dass durch Erhöhung der Grunderwerbsteuer junge Familien und Landwirte benachteiligt würden.

Lesen Sie auch:

Grunderwerbsteuer: Länder nehmen Rekordsummen ein

Rheinland-Pfalz lehnt Senkung der Grunderwerbsteuer ab

Grunderwerbsteuer: Schleswig-Holstein macht gegen Share Deals mobil

Grunderwerbsteuer: Baden-Württemberg plant Erhöhung auf 6,5 Prozent

Schlagworte zum Thema:  Grunderwerbsteuer, Politik