Das Image von Immobilienmaklern ist kritisch. Das bestätigt eine aktuelle Studie der FOM Hochschule in Dortmund. Der Fragebogen wurde von 116 Maklerkunden und von zehn Maklern beantwortet. Dabei kam heraus: Wenn Makler eine fundierte Berufsausbildung hätten, fiele die Bewertung besser aus.

Welches Image haben Immobilienmakler? Bei der Umfrage zeigte sich, dass positive und auch negative Einschätzungen vorliegen. 57 Prozent der Befragten verteilten Maklern schlechte Noten, 43 Prozent haben ein positives Bild.

Etwa 68 Prozent gaben an, bereits Kontakt zu einem Makler gehabt zu haben. Sucht man nach den Gründen für das schlechte Image der Makler, ist es wichtig, die Erwartungshaltung an die Leistung von Maklern herauszufinden. Wofür also brauchen Kunden heute noch einen Makler? In der Umfrage zeigte sich, dass Leistungen wie die Immobilienbewertung oder auch das Wissen über Baurecht zentrale Gründe dafür sind, sich an einen Makler zu wenden – also weit mehr als nur die Kontaktherstellung zum (Ver-)Käufer oder Mieter.

Nun die wichtige Frage in Bezug auf das Maklerimage: Inwieweit sind solche Erwartungen auch erfüllt worden? Bei der Frage „Hat sich Ihre Einstellung gegenüber der Branche durch Kontakt mit einem Makler oder durch die Nutzung der Dienstleistung positiv oder negativ geändert?“ gab etwa ein Viertel der Befragten an, dass sich ihre Einstellung positiv geändert hat. Ein weiteres Viertel sagte, dass sich ihre Einstellung negativ geändert hat. Für den Rest der Befragten hatte der Kontakt keine Auswirkung auf die Einstellung.

Übersicht: Erwartungen an Maklerleistungen

Selbsteinschätzung der Immobilienmakler

Um herauszufinden, ob Makler und ihre Kunden ein gemeinsames Bild vom Image des Maklerberufs haben, wurden zehn Makler nach ihrer Selbsteinschätzung gefragt und ihre Antworten denen der befragten Maklerkunden gegenübergestellt.

Während die Konsumenten den Maklern eher nicht vertrauen und diese für unehrlich halten, wurden Eigenschaften wie Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Pünktlichkeit positiv bewertet. Die Makler selbst sahen sich als kompetente, gut erreichbare und freundliche Dienstleister. Schnittpunkte ergaben sich demnach beim Einfühlungsvermögen, der Erreichbarkeit, der Freundlichkeit, bei Glaubwürdigkeit, Individualität und Reaktion.

Immobilienmakler-Image verbessern

Es stellt sich für die Branche die Frage, was sie unternehmen kann, um ihr Image zu verbessern. Ein nachhaltiger Ansatz wäre, die Ausbildung zum Maklerberuf zu professionalisieren. Das würden auch die Kunden begrüßen. Etwa 75 Prozent der Befragten gaben an, dass eine vorgeschriebene Berufsausbildung das Image der Makler positiv beeinflussen würde.

Daraus lässt sich schließen, dass den Konsumenten bekannt ist, dass bislang keine Berufsausbildung notwendig ist. Dies hat einen negativen Einfluss auf das Image, da der Eindruck entstehen kann, dass Makler kein Fachwissen benötigen, um Immobilien zu vermitteln.

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