| Schwerin

Linke kritisiert Mietsteigerungen bei ehemaligen TLG-Wohnungen

Betroffen sollen vor allem Rostocker Mieter sein.
Bild: Steve Weißflog ⁄

Die Linke in Schwerin will Beweise für Mieterhöhungen bei den ehemals volkseigenen TLG-Wohnungen haben: Landeschefin Heidrun Bluhm verwies am Dienstag auf Schreiben an Mieter in Rostock und Merseburg, in denen Preissteigerungen angekündigt würden.

Die Linke sieht ihre Befürchtung bestätigt, dass nach dem Verkauf der 11.350 ehemaligen TLG-Wohnungen Mieterhöhungen folgen. Es sei davon auszugehen, dass solche Briefe allen Mietern zugeschickt werden.

Rund 2.000 der im November 2012 vom Bund für 471 Millionen Euro an den Immobilienkonzern TAG verkauften Wohnungen befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern, vor allem in Rostock.

Scheinbar pauschal würden nun 20 Euro mehr Nettokaltmiete verlangt. In einem konkreten Fall bedeute das achteinhalb Prozent mehr, erklärte Bluhm. Vor allem bei Geringverdienern, Rentnern oder Beziehern von Sozialleistungen reiße dies beträchtliche Löcher in die Haushaltskassen, manche müssten sich wohl eine billigere Wohnung suchen. Nach Überzeugung Bluhms steht die Bundesregierung in der Pflicht, ihr Versprechen zu halten und die Mieter mit einer Sozialcharta zu schützen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Mieterhöhung

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