21.01.2013 | Unternehmen

Börsenanwärter LEG plant Zukäufe von 10.000 Wohnungen

LEG-Wohnungen in Köln: Für neue Zukäufe stehen 170 Millionen Euro zur Verfügung
Bild: LEG NRW

Die Erstnotiz ist für den 1. Februar geplant, dann geht der Börsenkandidat LEG auf Einkaufstour: In den kommenden zwei Jahren plant das Unternehmen Zukäufe von 10.000 Wohnungen vorwiegend in Nordrhein-Westfalen. Das sagte Vorstandschef Thomas Hegel am Montag in Frankfurt.

Stemmen will das Immobilienunternehmen die Zukäufe ohne Kapitalerhöhung. "Wir haben 170 Millionen Euro für Akquisitionen zur Verfügung, bevor wir die Kapitalmärkte anzapfen müssen", sagte Finanzvorstand Eckhard Schultz.

Die Aktien der LEG können seit Montag gezeichnet werden. Die Frist läuft bis Ende des Monats. Die Preisspanne liegt bei 41 bis 47 Euro. Die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse ist für den 1. Februar geplant. Erste Details zum Börsengang hatte die LEG bereits am Freitagabend bekannt gegeben.

Der Börsen-Anwärter war im Jahr 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen privatisiert worden. Die Investoren Perry Capital und der Whitehall Immobilienfonds von Goldman Sachs kauften das Unternehmen damals für 3,4 Milliarden Euro und übernahmen auch die Schulden. Nun wollen die Investoren sich zumindest von Teilen des Unternehmens wieder trennen.

LEG-Aktien: Die meisten potenziellen Käufer stammen aus UK und den USA

Inklusive Mehrzuteilung sollen 30,5 Millionen Aktien über die Börse verkauft werden. Dies entspricht einem Anteil von 57,5 Prozent. Im besten Fall streichen die Eigentümer 1,4 Milliarden Euro ein. Klappt der Börsengang, wäre LEG das zweitgrößte an der Deutschen Börse gelistete Immobilienunternehmen nach dem Mülheimer Gagfah-Konzern. Die Gesellschaft ist auch ein Kandidat für die Aufnahme in den MDax.

Das Interesse von Investorenseite sei groß. Die meisten potenziellen Käufer stammten aus Großbritannien oder den USA. Die Deutsche Bank begleitet den Börsengang zusammen mit Goldman Sachs federführend. Immobilienaktien waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Die Papiere von Deutsche Wohnen, Gagfah, GSW oder TAG Immobilien entwickelten sich deutlich besser als der MDax.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienunternehmen, Börse, Börsengang

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