Wann Nachfragemaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind, muss gut geprüft werden Bild: djd/UDI

Umweltaspekte sind es wert, einer näheren Betrachtung unterzogen zu werden. Sie sind langfristig für Flächen- und Investorennachfrage relevant, ebenso wie die DTU-Faktoren Demografie, Technologie und Urbanisierung die Nachfrage treiben können. Investitionen in Nachhaltigkeitsmaßnahmen um jeden Preis sind jedoch eher nicht sinnvoll. Ein Kommentar von Claus Thomas, Deutschlandchef von LaSalle Investment Management.

Investitionen in Nachhaltigkeitsmaßnahmen um jeden Preis, egal ob sie wirtschaftlich sind oder nicht, führt an allen Investmentrealitäten vorbei. Makrotrends bei Umweltfaktoren in der Immobilienbranche sind vielmehr eng verbunden mit den wirtschaftlichen Bestrebungen anderer Produktionsbereiche: flexibler, widerstandsfähiger, nachhaltiger und effizienter zu werden.

Hinzu kommt die Erweiterung der Definition von Nachhaltigkeit um soziale Faktoren wie Diversität, Integration und Inklusion sowie soziale Gerechtigkeit, wodurch breitere Gesellschaftsschichten Zugang zu wirtschaftlichen Chancen und Nachhaltigkeitsvorteilen erhalten können. Der ausgewogene Nachhaltigkeitsmix ist ein überzeugendes Investment-Argument.

Nachhaltigkeitsfaktor prüfen

Immobilien stehen in dem Ruf, weniger flexibel als in anderen Branchen oder betrieblichen Abläufen zu sein. In anderen Branchen sind Investitionen in neue Technologien und Anlagen zu beobachten oder neue Trends etwa im Bereich "Arbeiten" durch höhere Arbeitsmobilität, Teilzeitarbeit oder Outsourcing, die Arbeitgebern größerer Flexibilität bieten.

Immobilienbesitzer können durch die Fokussierung auf „Umwelt- und Nachhaltigkeitsfaktoren“ Gebäudeflexibilität, -resilienz und -effizienz erhöhen und vergleichbare Effekte erzielen.

Es lohnt sich bei jeder Investition, die Immobilienfondsmanager tätigen, den Nachhaltigkeitsfaktor zu untersuchen, ebenso wie Fondsmanager bei jedem Asset die Faktoren Angebot und Nachfrage beziehungsweise das Risiko-Rendite-Verhältnis prüfen. Ähnlich wie andere Nachfragetreiber auf Makroebene müssen Umweltfaktoren auf Mikroebene des spezifischen Investments, aber auch auf Portfolio- oder Unternehmensebene bei börsennotierten Immobilienunternehmen (wie REITs) betrachtet werden.

Investoren, die Umweltfaktoren im Zusammenwirken mit DTU-Faktoren richtig verstehen und erfolgreich integrieren, erzielen nicht nur maximale Ergebnisse in ihren Geschäften durch „Doing Well“, sondern tun gleichzeitig Gutes für den Planeten durch „Doing Good“.

Schlagworte zum Thema:  Nachhaltigkeit, Investment, Nachfrage

Aktuell
Meistgelesen