| Hamburger Modell

Köln und Münster wollen mehr öffentlich geförderten Wohnungsbau

In Münster sind, wie in Köln, Wohnungen knapp und teuer.
Bild: Presseamt Münster / Tilmann Roßmöller

Das „Hamburger Modell“ soll künftig auch in Köln und Münster gelten. Es besagt, dass Kommunen Grundstücke nicht an den Meistbietenden verkaufen, sondern sie unter der Auflage an Bauherren abgeben, dass mindestens 30 Prozent des neu entstehenden Wohnraums mit öffentlicher Förderung errichtet werden.

Hartwig Schultheiß, Stadtdirektor von Münster, und der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters unterzeichneten gemeinsam mit NRW-Bauminister Michael Groschek eine entsprechende Verpflichtung. Damit garantiert das Land der Stadt Köln bis einschließlich 2017 ein jährliches Globalbudget in Höhe von 75 Millionen Euro, für die Stadt Münster beträgt das Budget 25 Millionen Euro pro Jahr. In Köln sollen so jährlich 1.000, in Münster 300 preisgünstige Mietwohnungen neu gebaut werden. Die Städte verpflichten sich im Gegenzug, in Baugebieten mit städtischem Grundbesitz einen Anteil von mindestens 30 Prozent für den geförderten Wohnungsbau umzusetzen. Städtische Grundstücke sollen gezielt Wohnungsbaugenossenschaften angeboten und Wohnbaureserveflächen für öffentlich geförderten Wohnungsbau baureif gemacht werden.

Sowohl Münster als auch Köln gehören zu den Ballungsräumen in Nordrhein-Westfalen, die unter Konzentrationsprozessen und steigenden Mieten leiden.

Schlagworte zum Thema:  Mietwohnung, Forderung

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