13.10.2015 | Politik

KfW verdoppelt Förderprogramm für Flüchtlingsunterkünfte auf eine Milliarde Euro

KfW: Mit der Förderung können bis zu 100.000 Plätze geschaffen werden
Bild: KfW / Stephan Sperl

Die staatliche Förderbank KfW hat ihr Sonderprogramm für Flüchtlingsunterkünfte auf eine Milliarde Euro verdoppelt. Die Nachfrage der Kommunen und Gemeinden sei ungebrochen hoch, begründete der KfW-Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder die erneute Aufstockung. Wie er dem "Handelsblatt" sagte, wird das Nullzinsprogramm die KfW 50 bis 60 Millionen Euro kosten.

Das Programm war am 6. September im Umfang von 300 Millionen Euro gestartet und bereits nach einigen Tagen ausgeschöpft. Am 24. September war das Volumen deshalb bereits um 200 Millionen Euro erhöht worden, nun kommen noch einmal 500 Millionen Euro dazu.

"Angesichts des nahenden Winters und der damit zu erwartenden niedrigen Temperaturen muss es Städten und Gemeinden möglich sein, eine günstige Finanzierung schnell und flexibel zu erhalten, um Flüchtlingsunterkünfte zu erwerben oder zu errichten", so Schröder.

Anträge auf die Förderung können Städte und Gemeinden stellen, um mit Hilfe zinsloser Darlehen in den Neu- und Umbau, die Modernisierung und den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften zu investieren.

Damit könnten nun je nach Art der Unterkünfte bis zu 100.000 Plätze geschaffen werden, erklärte die Staatsbank. Kommunen können in dem Rahmen zinslose Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren und zehn Jahren Zinsbindung erhalten.

Einen Überblick zu den Konditionen des Darlehens, Merkblätter und Richtlinien zum Thema sowie die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf der Website der Bank.

Schlagworte zum Thema:  Förderprogramm, KfW-Förderprogramm, KfW

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