17.06.2013 | Unternehmen

Karstadt-Chef dementiert Gerüchte über Liquiditätsengpass

Über Karstadt wird derzeit viel spekuliert
Bild: Carsten Raum, Wismar ⁄

Der Warenhauskonzern Karstadt soll im abgelaufenen Geschäftsjahr 250 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Das berichtet die "Bild am Sonntag" und beruft sich dabei auf vertrauliche Unterlagen. Der scheidende Unternehmenschef weist die Gerüchte zurück und spricht von einer Trendwende.

Jennings nannte als Grund für sinkende Verkäufe unter anderem die "schlimmste Frühjahrssaison im Modebereich für Einzelhändler in Europa seit vielen Jahren". Außerdem seien verlustbringende Abteilungen wie Multimedia geschlossen worden.

Er bezifferte das Minus bis Mitte Juni in einer Mitteilung am Samstag auf 3,6 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Geschäftsjahres 2011. Für den Zeitraum seit April 2013 zeige die Entwicklung aber wieder nach oben. "In einigen Abteilungen sehen wir bereits sehr positive Wachstumszeichen."

Der Konzernabschluss stand bei der Aufsichtsratssitzung in der vergangenen Woche auf der Tagesordnung, die "Bild am Sonntag" beruft sich auf vertrauliche Unterlagen aus dieser Sitzung. Für 2012/13 werde demnach erneut ein Verlust "in niedriger dreistelliger Millionenhöhe» erwartet.

Jennings betonte lediglich, das Unternehmen habe einen Bargeldbestand in Höhe von mehr als 210 Millionen Euro. Spekulationen, dass Karstadt das Geld ausgehe, nannte er "unverantwortlich". Jennings hatte angekündigt, seinen Job als Vorstandschef zum Jahresende nach drei Jahren an der Spitze aufzugeben.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbeimmobilien

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