Die Deutschen müssen 26,8 Prozent der Konsumausgaben für ihre Wohnung aufwenden – inklusive Nebenkosten und Hausrat. Die durchschnittlichen Ausgaben der EU-Bürger liegen nur bei 21,3 Prozent. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). 

Das klingt viel, hat sich jedoch prozentual seit 2005 (33 Prozent) kaum verändert, so das Statistische Bundesamt. Im Vergleich dazu machen Reisekosten in Deutschland nur 3,8 Prozent aus – im EU-Durchschnitt sind es noch weniger, nämlich 1,7 Prozent.

"Grundsätzlich gilt: In Ländern mit einer geringeren Kaufkraft ist der Anteil der Nahrungsmittel und anderer Waren und Dienstleistungen zur Deckung von Grundbedürfnissen an den Konsumausgaben vergleichsweise hoch", sagte IW-Konjunkturexpertin Galina Kolev den Zeitungen. So macht etwa der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel in Rumänien, dem Land mit dem zweitniedrigsten Pro-Kopf-Einkommen innerhalb der Europäischen Union 36,9 Prozent aus, während in Deutschland nur 16,5 Prozent aufgebracht werden. Im EU-Durchschnitt sind es 19,9 Prozent.

Mit steigender Kaufkraft leisten sich die Haushalte zunehmend auch andere Produkte Luxuswaren oder besondere Dienstleistungen im Bereich der Kultur oder Erholung: So nehmen in Luxemburg, wo die bereinigte Pro-Kopf-Kaufkraft fünf Mal so hoch ist wie in Deutschland, die Ausgaben für Verkehr inklusive Neuwagen mit 19,6 Prozent den größten Anteil ein.

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