16.09.2016 | Unternehmen

Kapitalmarkt: IVG-Nachfolger Officefirst geht noch in diesem Jahr an die Börse

Officefirst soll noch 2016 an der Frankfurter Börse gehandelt werden
Bild: Sara Hegewald ⁄

Jetzt ist es offiziell: Die neue IVG kehrt zurück an den Kapitalmarkt. Die ausgegründete Gesellschaft Officefirst mit 97 Büroimmobilien soll noch in diesem Jahr zu einem Bruttowert von 3,3 Milliarden Euro an der Frankfurter Börse gehandelt werden. 2017 soll die Gesellschaft in einen REIT umgewandelt werden. Den zukünftigen Aktionären verspricht Officefirst eine Dividendenausschüttungsquote von 65 bis 70 Prozent des FFO ab 2017.

Gerüchte für den Börsengang gab es schon länger. Nun wird das Angebot in einem ersten Schritt voraussichtlich aus neuen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien mit einem Volumen von rund 450 Millionen Euro sowie einer Veräußerung von Aktien aus dem Besitz der IVG Immobilien AG bestehen, wie das Unternehmen mitteilt.

Wie Officefirst Immobilien mitteilt, soll der Großteil der Nettoerlöse zur vollständigen Rückzahlung einer Zwischenfinanzierung in Höhe von 295 Millionen Euro und weiterer Finanzverbindlichkeiten sowie zur teilweisen Finanzierung der Kosten für die Umwandlung in die REIT-Aktiengesellschaft verwendet werden. Die restlichen Emissionserlöse will das Unternehmen zur Finanzierung von Projektentwicklungen und Zukäufen verwenden.

Officefirst übernimmt Property Management

Das Kernportfolio der IVG Immobilien AG wurde am 1. Juli als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Officefirst Immobilien an den Start gebracht. Officefirst unterhält Standorte in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München und wird das gesamte Property Management selbst übernehmen.

Ab 2017 plant das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 65 bis 70 Prozent des operativen Ergebnisses (FFO) zu zahlen. Für das IPO-Jahr 2016 ist eine Dividendenzahlung von rund 50 Prozent des operativen Ergebnisses angestrebt. Das Ergebnis wurde in den ersten sechs Monaten 2016 gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 gesteigert. Die Mieteinnahmen betrugen netto 99,5 Millionen Euro (H1 2015: 97,7 Millionen Euro), das operative Ergebnis (FFO) verbesserte sich auf 46,6 Millionen Euro (H1 2015: 40,9 Millionen Euro). Das Nettoergebnis legte auf 122,5 Millionen Euro (H1 2015: 87,8 Millionen Euro) zu.

Den Börsengang begleiten die Deutsche Bank und Goldman Sachs International als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Kempen & Co, Berenberg und BofA Merrill Lynch wurden als weitere Joint Bookrunners beauftragt.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkonzern, Börse, Kapitalmarkt, Büroimmobilie

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