11.06.2014 | Politik

IVD sammelt 6.500 Unterschriften gegen "Bestellerprinzip"

Bestellerprinzip: Der Auftraggeber bezahlt den Makler
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Immobilienverband IVD hat mit einer Online-Petition gegen das von der Bundesregierung geplante "Bestellerprinzip" für Immobilienmakler 6.500 Unterschriften gesammelt. Der Verband hält den Gesetzentwurf für bedenklich, da er in die Berufs- und Vertragsfreiheit eingreife.

Ein entsprechendes Gutachten hatte der Verband selbst in Auftrag gegeben.

Der IVD fordert in dem Antrag die Regierung auf, die Einführung des "Bestellerprinzips" zu unterlassen. "Das Bestellerprinzip in seiner aktuellen Formulierung im Gesetzentwurf ist kein echtes Bestellerprinzip, da de facto nur der Vermieter als Auftraggeber auftreten kann", so Jürgen Michael Schick, Vize-Präsident des IVD. Gemäß Koalitionsvertrag solle es aber möglich sein, dass sowohl der Vermieter als auch der Mieter als Auftraggeber auftreten könne.

Die Bundesregierung will erreichen, dass die Maklercourtage von demjenigen gezahlt wird, der den Makler beauftragt. Im Regelfall ist das der Vermieter. Das Justizministerium schätzt die Entlastung der Mieter auf 571 Millionen Euro jährlich.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bestellerprinzip

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