19.06.2017 | Unternehmen

IPO: Noratis plant Erstnotiz an Frankfurter Börse noch Ende Juni

Der Bestandsentwickler Noratis wird Börsenteilnehmer und will durch Aktienverkäufe weiter wachsen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Bestandsentwickler Noratis will an die Börse. Geplant ist die Erstnotiz für den 30. Juni im neuen Marktsegment Scale (Open Market) in Frankfurt am Main. Noratis bietet zwei Millionen Aktien in der Preisspanne von 18,75 Euro bis 22,75 Euro an. Das Bruttoemissionsvolumen beläuft sich dem Unternehmen zufolge auf 45,5 Millionen Euro. Das Geld soll für weiteres Wachstum verwendet werden. Die Zeichnungsfrist beginnt am 21. Juni und endet am 27. Juni.

Außerdem gibt es eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) über 200.000 Aktien, die anteilig aus dem Bestand der Altaktionäre Norlig als einer Gesellschaft des Unternehmensgründers Oliver Smits und SIA Hansahold stammen. Die beiden Altgesellschafter halten jeweils ein Drittel des bestehenden Grundkapitals (2.000.000 Aktien zu je einem Euro); die restlichen 33,33 Prozent befinden sich im Besitz des Vorstandsvorsitzenden Igor Christian Bugarski.

Insgesamt soll der Streubesitz nach dem IPO bei bis zu 55 Prozent liegen (2,2 von insgesamt vier Millionen Aktien). Ein entsprechender Wertpapierprospekt wird voraussichtlich noch im Laufe des 19. Juni durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gebilligt.

Noratis hat den Fokus auf Bestandsimmobilien mit Entwicklungspotenzial. Meistens sind das Werkswohnungen, Quartiere oder Siedlungen aus den 1950er bis 1970er Jahren in Städten ab 10.000 Einwohner, etwa in Trier, sowie in Randlagen von Ballungszentren. Nach Instandsetzung werden die Immobilien vor allem im Blockverkauf an institutionelle Investoren verkauft. Noratis hat seit 2014 nach eigenen Angaben mehr als 1.300 Wohneinheiten im Volumen von 100 Millionen Euro gekauft, modernisiert und weiterverkauft. Derzeit befinden sich rund 1.100 Einheiten im Portfolio, im ersten Halbjahr 2017 wurden bisher weitere 400 Einheiten erworben.

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Börsenkandidat laut Unternehmensmitteilung einen Konzernumsatz von 44,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Rund 85 Prozent der Umsatzerlöse stammten dabei aus dem Verkauf von Immobilien.

Schlagworte zum Thema:  Börse, Börsengang, Immobilienunternehmen, Projektentwicklung

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