Steuerhinterziehung und Untreue: Im Fall des insolventen Fertighaus-Anbieters IBG hat das Landgericht Kiel einen Ex-Geschäftsführer zu drei Jahren und acht Monaten und einen weiteren zu vier Jahren Haft verurteilt.

IBG hatte im November 2012 Insolvenz angemeldet. Nach einer Razzia in drei Bundesländern waren im Februar 2013 die Geschäftsführer und ein Steuerberater in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Pleite des Fertighaus-Herstellers hinterlässt bundesweit rund 2.400 Geschädigte. Gegen die IBG-Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen bestehen laut Insolvenzverwalter Ansprüche in Höhe von rund 120 Millionen Euro. Größter Gläubiger ist der Staat.

Die Verteidiger der Ex-Geschäftsführer kündigten Revision an.

Das könnte Sie auch interessieren:

WCCB-Prozess: Stadt Bonn erhält keinen Schadenersatz

Zwei frühere Imtech-Chefs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

S&K-Verfahren: Erstes Urteil lautet auf rund fünf Jahre Haft

Schlagworte zum Thema:  Urteil