Die Hypoport AG hat alle Anteile an der FIO Systems AG erworben. FIO Systems-Vorstand und Hauptgesellschafter Nicolas Schulmann wird drittgrößter Aktionär bei Hypoport. Die neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Leipzig hat zuletzt nach eigenen Angaben einen Umsatz von sieben Millionen Euro erzielt. Haufe kooperiert seit 2016 mit FIO Systems. 

FIO Systems bietet webbasierte Lösungen zur Vermarktung von Immobilien, Zahlungsverkehrslösungen für die Immobilienwirtschaft, das Management von Immobilienschäden sowie ein ERP-Verwaltungssystem für Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen an. 

Zur Hypoport-Gruppe gehört der B2B-Finanzmarktplatz Europace, unter anderem Herausgeber des monatlich erscheinenden EPX-Hauspreis-Index. Die Tochtergesellschaft Dr. Klein Firmenkunden AG vermittelt seit 60 Jahren Finanzlösungen für die Wohnungswirtschaft. Durch die Integration der Maklersoftware von FIO Systems mit Europace und ihren Schwesterplattformen Finmas und Genopace entsteht ein medienbruchfreier Prozess für das Kaufen und Finanzieren von privaten Wohnimmobilien. Mit diesem Angebot und dem gemeinsamen Netzwerk sollen neue Märkte und Kundengruppen für FIO Systems und die Hypoport-Gruppe erschlossen werden.

Galde und Schulmann bleiben im FIO-Vorstand

Die Eingliederung von FIO Systems in die Hypoport Gruppe stärkt auch die Kooperation mit Haufe und das Produkt axera. "Durch die Einbindung von FIO Systems in die finanzstarke Hypoport Gruppe stehen künftig mehr finanzielle Mittel und Ressourcen für die Weiterentwicklung von axera bereit", sagt Dr. Carsten Thies, Vorstand der Haufe-Lexware Real Estate AG.

Haufe setze auch weiterhin auf die Partnerschaft mit FIO Systems und nutze die Stärken der Hypoport-Gruppe im Sinne eines Gesamtangebots für die Kunden. Franziska Glade und Nicolas Schulmann bleiben im Vorstand der FIO Systems AG.

Hypoport erhöht Prognose für 2018

Die Übernahme will Hypoport neben einer Barkomponente von 24 Millionen Euro auch mit eigenen Aktien bezahlen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung sollen 298.418 neue Aktien an einen Teil der bisherigen FIO-Eigentümer ausgegeben werden.

Mit der Übernahme hat Hypoport die Prognose für 2018 vorgelegt: Erwartet wird ein Umsatz zwischen 230 Millionen Euro und 250 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wird auf 28 Millionen Euro bis 33 Millionen Euro geschätzt.

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Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Übernahme