| Halbjahresbilanz

HSH Nordbank steigert Neugeschäft

Der Hauptsitz der HSH Nordbank in Hamburg.
Bild: HSH Nordbank

Nach einer tiefen Krise macht die HSH Nordbank wieder relativ viel Neugeschäft, vor allem im Immobiliensektor. Die Bank hat in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 300 Millionen Euro nach Steuern verdient und ihre Gewinnziele für das Gesamtjahr bekräftigt. 

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 432 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 137 Millionen Euro). Die Entwicklung basiere maßgeblich auf steigenden Erträgen aus dem Kundenneugeschäft, sinkendem Verwaltungsaufwand sowie einer im Vergleich zum Vorjahr spürbar geringeren Risikovorsorge. Die Kernbank arbeite seit zwei Jahren mit Ausnahme eines Quartals profitabel.

Nach jahrelangem planmäßigen Rückgang ist die Bilanzsumme der Bank dank des lebhaften Neugeschäfts erstmals wieder gestiegen, von 109 auf 113 Milliarden Euro seit Jahresbeginn. Sehr gut laufe dagegen das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen. Die HSH Nordbank habe Projekte von mehr als zwölf Milliarden Euro geprüft und am Ende 2,3 Milliarden davon abgeschlossen.
Die Bank ist immer noch geprägt von der tiefen Krise und den hohen Verlusten vor sechs Jahren, als sie von den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein vor der Pleite gerettet werden musste. Rund ein Drittel der Bilanzsumme entfällt auf die interne Abbaubank.
Den bevorstehenden Prüfungen durch die EU sieht die HSH Nordbank gelassen entgegen. Durch die solide Kernkapitalquote von 12,8 Prozent und eine zusätzliche Schutzwirkung der Kapitalgarantie durch die Länder sei die Bilanz belastbar.

Schlagworte zum Thema:  Bank, Bilanz

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