15.09.2016 | Unternehmen

HRE-Bad Bank halbiert Altlasten und erwirtschaftet 165 Millionen Euro

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die HRE-Bad Bank FMS ein positives Ergebnis
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement, "Bad Bank" der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der 2010 übernommenen Papiere im Nennwert von 176 Milliarden Euro verkauft. Der Gewinn liegt bei 165 Millionen Euro, wie die FMS mitteilt. Risiken bringe der Brexit mit sich, heißt es in der Mitteilung.

Knapp ein Fünftel des Gesamtportfolios der FMS von jetzt 87 Milliarden Euro ist in Pfund angelegt. Um die Risiken zu minimieren, hat die FMS ihre Refinanzierung in Pfund verstärkt.

Nach den Marktturbulenzen infolge des Brexit-Votums waren sieben britische Immobilienfonds eingefroren worden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, nehmen inzwschen wieder einige der Fonds ihre Anteile zurück.

Für das Gesamtjahr erwartet die FMS dennoch ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Im Milliardenstreit um Forderungen an die einstige Krisenbank Hypo Alpe Adria hat im Februar ein erster Prozess vor dem Landgericht Frankfurt begonnen. Die FMS Wertmanagement klagt auf Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen.

Bei der nicht konsolidierten Depfa-Gruppe verkleinerte sich der Verlust vor Steuern im ersten Halbjahr auf 54 Millionen Euro. Die Niedrigzinsen hätten einen weiteren Rückgang verhindert, sagte Vorstandssprecher Stephan Winkelmeier.

Die Hypothekenbank Eurohypo ist inzwischen endgültig abgewickelt. Die Commerzbank hat die Banklizenz ihrer zuletzt unter dem Namen Hypothekenbank Frankfurt (HF) firmierenden Tochtergesellschaft abgegeben.

Schlagworte zum Thema:  Hypothek, Immobilienbank, Gewinn

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