Das Düsseldorfer Immobilienunternehmen LEG hat 2017 einen operativen Gewinn von rund 295 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Grund sind vor allem höhere Mieten. Die Dividende wird von 2,76 auf 3,04 Euro je Aktie angehoben, wie der Konzern mitteilt. Vorstandschef Thomas Hegel geht von einem "überproportionalen Gewinn- und Dividendenanstieg in den kommenden Jahren" aus.

Analysten hatten mit einem operativen Gewinn und einer Dividende etwa in dieser Höhe gerechnet. Kurz nach Handelsstart in Frankfurt gewann die LEG-Aktie am 7. März knapp 0,4 Prozent. Im laufenden Jahr will der Vorstand den FFO I auf 315 bis 323 Millionen Euro nach oben treiben. Für 2019 ist eine weitere Steigerung auf 338 bis 344 Millionen Euro geplant.

Unter dem Strich hat LEG aufgrund der Höherbewertung von Immobilien den Nettogewinn um 46 Prozent auf knapp 845 Millionen Euro gesteigert.

LEG profitiert vom Wohnungsboom

Die Kaltmieten der LEG-Wohnungen haben 2017 im Durchschnitt bei vergleichbarer Fläche um 3,3 Prozent auf 5,46 Euro pro Quadratmeter zugelegt. Bei den im vergangenen Jahr neu hinzugekauften Wohnungen stiegen die Mieten im Durchschnitt um 4,5 Prozent. Insgesamt hat LEG den Immobilienbestand um 1,2 Prozent auf rund 130.100 Mietwohnungen ausgebaut. Der Leerstand ist leicht auf 2,8 Prozent geschrumpft.

Wie andere Immobilienkonzerne profitiert auch LEG vom Wohnungsboom in Deutschland. Der Deutsche Mieterbund ging bereits im Dezember davon aus, dass 2018 viele Mieter deutlich mehr Geld für ihre Wohnung ausgeben müssen.

LEG will neue Wohnungen bauen

LEG hatte bereits angekündigt, wie auch der Konkurrent Vonovia, auf eigenen Grundstücken neue Wohnungen bauen zu wollen und damit von der starken Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu profitieren.

Die Bau- und Immobilienbranche sieht das Ziel von 1,5 Millionen Wohnungen bis 2021 in Gefahr und fordert mehr Bauland und zusätzliche Anreize für Bauherren und Unternehmen. Nötig sei eine "große Koalition" von Bund, Ländern und Kommunen für eine nationale Offensive, sagte Mieterbund-Chef Lukas Siebenkotten Anfang März.

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