13.08.2012 | Unternehmen

Analysten erwarten Gewinn bei Hochtief

Hochtief schreibt wieder schwarze Zahlen
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Baukonzern Hochtief ist nach Einschätzung von Experten im 2. Quartal 2012 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dies ist nach Angaben des Essener Unternehmens einer Trendwende bei der australischen Tochter Leighton zu verdanken.

Wegen heftiger Probleme bei Leighton war Hochtief im Gesamtjahr 2011 noch tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres blieben Mutter und Tochter in der Verlustzone. Australiens größter Baukonzern legte bereits in der vergangenen Woche seine Halbjahreszahlen vor und wies wieder einen Gewinn von umgerechnet knapp 100 Millionen Euro aus. Hochtief will am Dienstag (14. August) die Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlichen.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten rechnen für den Zeitraum April bis Juni im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn (EBT) von 223 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Hochtief wegen Problem-Projekten der australischen Tochter hier lediglich ein Plus von 10,2 Millionen Euro erzielt. Beim Konzernergebnis erwarten Experten einen Gewinn von etwa 71 Millionen Euro nach 13,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz dürfte dank einer guten Auftragslage in Asien und Australien um 14 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro geklettert sein.

Ergebnisrückgang in Amerika und Europa

Während die Geschäfte in Australien wieder besser laufen, erwarten die Experten einen deutlichen Ergebnisrückgang in der Region Amerika und Europa. Der Bereich Europe sollte zwar von Immobilienverkäufen profitiert haben, wegen eines schwächeren internationalen Baugeschäfts aber auch nach sechs Monaten einen Vorsteuerverlust ausweisen, schrieb Nettelbeck. So könnte die aktuelle Entwicklung bei der Hamburger Elbphilharmonie entgegen bisherigen Aussagen doch zu Belastungen führen.

Nur für wenig Entspannung dürfte die neue Lage beim spanischen Hochtief-Großaktionär ACS sorgen. Erst kürzlich hatte das hochverschuldete spanische Unternehmen mit der Mitteilung für Unruhe gesorgt, dass ein Großteil seines Aktienbesitzes an dem Essener Unternehmen an eine spanische Bank verpfändet wurde.

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