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Ausblick: Hochtief schließt Geschäftsjahr 2012 mit Gewinn ab

Grund für den Aufwärtstrend sind vor allem die Geschäfte in Australien
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Essener Baukonzern hat nach Ansicht von Experten das Jahr 2012 wieder mit einem Gewinn abgeschlossen. Für das abgelaufene Jahr 2012 rechnen die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn (EBT) von 560 Millionen Euro.

Dazu beigetragen habe vor allem die überraschend gute Entwicklung der australischen Tochter Leighton, heißt es in einer Studie von Goldman Sachs. Ein Jahr zuvor hatte Hochtief unter anderem wegen Problemprojekten bei Leighton einen Verlust vor Steuern von 127 Millionen Euro verzeichnet.

Beim Konzernergebnis erwarten die Experten nun im Schnitt einen Gewinn von knapp 183 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 160 Millionen im Jahr 2011.

Der Umsatz dürfte dank der guten Auftragslage vor allem in Asien und Australien um knapp neun Prozent auf 25,3 Milliarden Euro geklettert sein. Nachdem Hochtief die Dividende für das Jahr 2011 komplett gestrichen hatte, erwarten die Analysten nun eine Ausschüttung von 1,31 Euro je Aktie. Für 2012 hatte Hochtief selbst zuletzt ein Ergebnis vor Steuern von leicht unter 550 Millionen Euro und einen Gewinn von knapp unter 180 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Aufgrund prall gefüllter Auftragsbücher sollten Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz die Vorjahreswerte erreichen.

Die Konzerntochter Leighton hat ihre Zahlen für 2012 bereits Mitte Februar vorgelegt. Nach einem Verlust von rund 285 Millionen australischen Dollar (222 Mio. Euro) im Vorjahr erwirtschaftete Australiens größter Baukonzern nun mit 450 Millionen Dollar (350 Mio. Euro) wieder einen satten Gewinn. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Leighton einen Überschuss in Höhe von 520 bis 600 Millionen Dollar an.

Dies dürfte dann auch der Mutter Hochtief und ihrem Mehrheitseigentümer ACS zugutekommen. Der spanische Konzern wird ebenfalls an diesem Donnerstag (28. Februar) Zahlen zum Gesamtjahr 2012 vorlegen. In den ersten neun Monaten hatte der hochverschuldete spanische Baukonzern einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro ausgewiesen. ACS kontrolliert derzeit 54,3 Prozent der Hochtief-Anteile.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bauunternehmen, Bilanz

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