12.11.2012 | Unternehmen

Hochtief-Mutter ACS steckt tief in der Verlustzone

ACS hält derzeit 54,3 Prozent an Hochtief
Bild: Groupo ACS

Der spanische Baukonzern ACS, zu dem auch der deutsche Branchenriese Hochtief gehört, hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr hatte ACS von Januar bis September noch einen Gewinn von 740 Millionen Euro erzielt.

Der Umsatz sei dank der Eingliederung von Hochtief um 56,3 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Montag in Madrid mit.

Die Verluste gingen allein auf außergewöhnliche Faktoren wie das Engagement beim Energiekonzern Iberdrola zurück. Dazu gehörten der Verkauf von 3,7 Prozent der Iberdrola-Anteile und die Neubewertung der verbliebenen Beteiligung von 14,7 Prozent an dem Energiekonzern, die an den aktuellen Marktwert angepasst worden sei. Bei Ausklammerung dieser Faktoren habe ACS in den ersten drei Quartalen einen Gewinn von knapp 570 Millionen Euro erwirtschaftet - 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dem Konzern gelang es nach eigenen Angaben, in den vergangenen zwölf Monaten die Schuldenlast ein wenig abzubauen. Die Nettoschulden hätten im September 9,2 Milliarden Euro betragen, 5,0 Prozent weniger als im September 2011, teilte ACS mit. Von den Schulden entfielen knapp 1,9 Milliarden Euro auf Hochtief.

Infolge der Übernahme des Essener Konkurrenten und der internationalen Expansion der ACS-Gruppe habe der Konzern 82,6 Prozent seiner Geschäfte außerhalb Spaniens abgewickelt. Der Umsatz innerhalb des Ursprungslands sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,3 Prozent gesunken.

ACS kontrolliert derzeit 54,3 Prozent der Hochtief-Anteile und hat angekündigt, weiter aufstocken zu wollen. Der Essener Konzern hatte seine Zahlen in der vorigen Woche vorgelegt und für das dritte Quartal dieses Jahres eine Rückkehr in die Gewinnzone vermeldet.

Schlagworte zum Thema:  Bauunternehmen, Immobiliendienstleister, Projektentwicklung

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