Rathaus Velbert: Wie das ehemalige Hertie-Haus entwickelt wird, soll der Öffentlichkeit zeitnah vorgestellt werden Bild: Hans Blossey

Das letzte ehemalige Hertie-Warenhaus in Velbert (Nordrhein-Westfalen) mit 9.000 Quadratmetern Mietfläche ist verkauft. Die Immobilie stand seit 2009 leer. Damit hat der Investment Manager CR die Verwertung des so genannten Mercatoria-Portfolios abgeschlossen. Insgesamt handelte es sich um 32 Immobilien mit 282.000 Quadratmeter Mietfläche. Der Gesamterlös beläuft sich nach Angaben von CR auf 87,9 Millionen Euro.

Wer das Hertie-Haus in Velbert gekauft hat, ist bisher nicht klar. Es soll sich um ein mittelständisches Unternehmen handeln, das das das alte Kaufhaus künftig entwickeln will, teilt die Stadt mit.

Die Immobilien aus dem Mercatoria-Portfolio hatten ein gewerbliches Hypotheken-Darlehen besichert, das auch als „Karstadt-Kompakt-Loan“ bekannt war und durch die Deutsche Bank verbrieft wurde. Ursprünglich bestand das Paket aus 36 leerstehenden ehemaligen Hertie-Warenhäusern in vornehmlich westdeutschen B-Städten. Die 70er Jahre-Bauten waren anfangs als Karstadt Kompakt Häuser betrieben und wurden später an die Hertie GmbH vermietet, die schließlich im Juli 2008 Insolvenz anmeldete. Als Darlehensverwalter war Situs International Limited (ehemals Hatfield Philips International Limited) beauftragt.

CR hat im Jahr 2012 das Mandat für das Asset- und Transaktionsmanagement erhalten und war für die Verwertung der verbleibenden Hertie-Warenhäuser verantwortlich. Die Objekte wurden an Projektentwickler, Eigennutzer oder kommunale Träger veräußert. Teilweise wurde erneut Einzelhandel angesiedelt, aber auch gemischte oder rein wohnwirtschaftliche Nutzungen realisiert.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandelsimmobilie, Insolvenz, Verkauf

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